Das Kolumbarium -
Uralte Tradition neu entdeckt
Die Urnenbeisetzung im Kolumbarium ist eine Bestattungsform mit Jahrhunderte alter Tradition, die in unseren Breiten fast in Vergessenheit geraten war. Dabei bietet das Kolumbarium einen sicheren, geschützten Raum in angenehmer Atmosphäre, um des Verstorbenen zu gedenken, ohne über Grabpflege und deren Kosten und Mühen nachdenken zu müssen. Mitten im innerstädtischen Leben ruhige, stille Einkehr halten – auch das ist eines der Teilstücke auf dem steinigen Weg, mit dem erlittenen Verlust leben zu lernen.
Der Oma auf dem Wochenmarkt eine Rose kaufen und diese anschließend, die Einkaufstasche noch am Arm, im Kolumbarium vor die Urne stellen – ein durchaus trostspendender Gedanke.
Der Tod gehört zum Leben – ein inhaltsschwerer Satz, oft so leicht dahingesagt. Vielleicht können wir wieder lernen, das Erinnern an die uns Vorangegangenen nicht auf Gedenktage zu beschränken, sondern in den ganz normalen Alltag zu integrieren.


Die neue Form der Bestattung in Schwerte mit Jahrtausende alter Tradition
Feuerbestattungen gab es bereits in der Antike, konnten auf diese Weise auch in der Ferne verstorbene, wichtige Persönlichkeiten in der Heimat mit allen Ehren feierlich bestattet werden. Der Name Kolumbarium ist abgeleitet von columba – die Taube (lat.) bzw. columbarium – Taubenhaus. Bezeichnet werden damit die Nischen, in denen die Urnen beigesetzt werden.
Über die Jahrtausende erfuhr die Feuerbestattung eine wechselvolle Geschichte; zu Zeiten Karls des Großen wurde sie gar als unchristlich abgelehnt. In unseren Tagen hat sich die Feuerbestattung fest im Bewusstsein der Bürger etabliert. Immer kleiner werdende Familienverbände an weit voneinander entfernt liegenden Wohnorten haben die Tendenz zur pflegefreien Grabart im Laufe der letzten Dekaden immer mehr verstärkt. Diesen Wünschen tragen wir mit der Einrichtung dieses öffentlichen Urnenfriedhofes in Trägerschaft des Alt-Katholischen Gemeindeverbandes NRW Rechnung: Ein friedvoller, sicherer und geschützter Raum für Erinnerung, Besinnung und Gedenken.

Interessierte Besucher beim Tag des offenen Kolumbariums in Schwerte
Die Ruhezeit für die Urnennischen ist auf 12 Jahre festgelegt. Nach dieser Ruhefrist kann das Nutzungsrecht neu erworben werden oder die Asche wird nach Absprache mit den Angehörigen bzw. auf Wunsch des Verstorbenen den Elementen Erde oder Wasser zugeführt.

