Thanatopraxie
Thanatopraxie ist ein Kunstbegriff, der Thanatos (gr.: Gott des Todes, Bruder des Hypnos) mit dem praktischen Begriff der Handhabung verbindet und die Bedeutung hat, den Körper eines Verstorbenen derart zu erhalten, dass seine Angehörigen unbesorgt von ihm Abschied nehmen können.
Im anglistischen Sprachgebrauch hat das für uns geläufigere Wort Enbalming die gleiche Bedeutung. Wie der Begriff auch immer sei, die Ausführung dient in jedem Fall der Familie des Verstorbenen.
Neben der Konservierung Verstorbener gehört die Rekonstruktion von Unfallopfern zu den Aufgaben des Thanatopraktikers.
Der Abschied vom Verstorbenen hat insbesondere für die Hinterbliebenen von Unfallopfern eminente Bedeutung. Einen geliebten Menschen ohne jede Ankündigung zu verlieren und wegen eventueller Entstellungen nicht von ihm Abschied nehmen zu können, kann für den Angehörigen ein lebenslanges Trauma bewirken. Dabei ist es fast immer möglich, einen Verstorbenen so zu behandeln, dass die Angehörigen ihn ein letztes Mal sehen können.
Jan Poschmann, bei Lategahn zur Bestattungsfachkraft ausgebildet, wird noch in diesem Jahr seine Ausbildung zum Thanatopraktiker beenden und auch Julia Wojnar, die im Sommer ebenfalls erfolgreich ihre Ausbildung zur Bestattungsfachkraft beendet hat, ist bereits zu dieser aufwändigen Fortbildung angemeldet, die teilweise in England und Frankreich stattfindet.

Jan Poschmann und Julia Wojnar im modernen Versorgungsraum
