Konfirmanden

Ein bisschen beklommen war den Konfirmanden schon zumute, als sie gemeinsam mit ihrem Pfarrer die Räume des Bestattungshauses Lategahn an der Rathausstraße 14 a in Schwerte betraten.

Fragende Gesichter, verlegenes Schweigen. Immerhin war es für die meisten der jungen Menschen der erste Besuch in einem Bestattungshaus.
Jan Poschmann, im Hause Lategahn ausgebildet zur Bestattungsfachkraft und mitttlerweile kurz vor der Prüfung zum Thanatopraktiker, hatte eine Powerpoint Präsentation vorbereitet, um die Jugendlichen sanft auf das schwierige Thema Tod einzustimmen.

Trauerbegleiterin Susanne Lategahn gab den Jugendlichen einen Text mit auf den Weg; der die Kostbarkeit des Augenblicks und die Endlichkeit des Lebens zum Inhalt hatte.

Und dann folgten eher praktische Fragen:
Wie sieht der Arbeitstag eines Bestatters aus? Wo sind die Verstorbenen untergebracht?
Was passiert im Krematorium? Was kostet eine Bestattung? Und – wie kommt man überhaupt dazu, als junger Mensch Bestatter zu werden? Jan Poschmann und Julia Wojnar, ebenfalls im Hause ausgebildet zur Bestattungsfachkraft, stellten ihren Beruf den Jugendlichen gerne vor, und auch Bestattungsmeister Bernd Lategahn nahm sich Zeit für die jungen Leute, um ihnen Rede und Antwort zu stehen. Gern öffnet er seine Bestattungshäuser für Besuchergruppen jeden Alters, nimmt damit Schwellenängste lässt angstbesetzte Vermutungen durch eigenen Augenschein ersetzen.
Nachdem Sargaustellung, Lager, Versorgungs- und Kühlräume, Bestattungswagen,
Abschiedsräume, Büros, Beratungsraum und Kolumbarium ( Urnenfriedhof im Hause )
besichtigt waren, konnten die Jugendlichen mit eigenen Augen sehen, wie ein Sarg von innen ausgestattet wird und welche Vorbereitungen nötig sind, bis die Beisetzung stattfinden kann.


Danach wurde die Zeit schon knapp: Im Café Begegnung des Bestattunsgshauses ließ die Gruppe, den Nachmittag zu diesem schwierigen Thema bei Donuts und Cola ausklingen, bevor es zurück nach Hause ging.

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