Wege zurück ins Leben – Das Trauercafé auf Tour

Veröffentlicht am 31.08.2016 um 10:53:21 Uhr

Wege zurück ins Leben –
Das Trauercafé auf Tour

Lange geplant, ( vielen Dank für Idee und Vorbereitung, Herr Klug )ist es am Mittwoch, 27. 7. 2016 so weit: 22 erwartungsvolle Damen und Herren treffen sich um 9.30 Uhr am Dortmunder Hauptbahnhof zum alljährlichen Ausflug, der dieses Mal in die Domstadt Köln führt. Das Wetter ist großartig, und das bleibt so den ganzen Tag über: Die Sonne strahlt vom fast wolkenlosen, blauen Himmel bei angenehmen 23 – 25 Grad Temperatur. Nicht ganz so angenehm ist es im total überfüllten Regionalexpress, den wir nun tapfer besteigen: Die Klimaanlage ist ausgefallen, Fenster sind nicht zu öffnen, so dass die Raumtemperatur mindestens gefühlte 50 Grad beträgt, und das bei sehr geringem Anteil an Sauerstoff, so kommt es uns vor. Aber – trotz der widrigen Bedingungen bleiben alle zum Glück fit und munter, während der Schweiß läuft in Strömen, so dass jedes Türöffnen an Haltepunkten als angenehme Abkühlung empfunden wird. Ein großes Lob an dieser Stelle an unsere Mitreisenden: Völlig selbstverständlich werden den Älteren unter uns von jungen Menschen Sitzplätze angeboten, eine junge Dame hält von Dortmund bis Essen den Rollator von Frau Lutz völlig selbstverständlich ” in der Spur ” – wir machen nur positive Erfahrungen während der knapp eineinhalbstündigen Fahrt, wenn man mal von der schier unerträglichen Temperatur absieht. Am Ziel angekommen, führt uns der erste Weg schnurstracks auf die Domplatte, wo ein freundliches Kölner Urgestein gleich mehrere Gruppenfotos von uns schießt. Hier eines davon.

Vom Dom aus geht es mit dem Bimmelbähnchen durch die Altstadt zum Schokoladenmuseum, vorbei an historischen Gebäuden, Kirchen und zahllosen Kneipen und Restaurants. Die ganze Stadt ist fest in der Hand in- und ausländischer Touristen und bietet uns staunenden
Dortmundern ein buntes, lebhaftes, großstädtisches Bild. Bei uns ist ja doch eher Provinz, stellt der eine oder andere fest – aber schön ist es auch in Dortmund und Umgebung, an Emscher und Ruhr. Der Bimmelbahn-Fahrer gibt alles – und vor jeder Kurve kräftig Gas, so dass das gemütliche Bähnchen sich dann recht rasant vorwärts bewegt, zur Freude der juchzenden Fahrgäste. Nach einer knappen halben Stunde erreichen wir den Haltepunkt am Schokoladenmuseum und gehen den kurzen Weg über die Drehbrücke hinunter zum Rhein.

„Piranhas erobern den Rhein!“







Diese Schlagzeile könnte Aufsehen erregen. Tatsächlich ist der Fluss, neben dem Amazonas-Gebiet, der größte natürliche Lebensraum der legendären Raubfische, um die sich viele gruselige Geschichten ranken. Für Menschen besteht jedoch keine Gefahr, beruhigt der Vorsitzende der Duisburger Fischereiverbände, Klaus Radny, in einer Presseinformation. Die gute Nachricht: Die Wasserqualität des Rheins ist so gut wie seit vielen Jahrzehnten nicht mehr. Außerdem herrscht eine nie dagewesene Artenvielfalt. Vom Piranha über den Kormoran bis zur Schnappschildkröte haben sich Arten angesiedelt, die man eher in fremden Gefilden vermutet. Und auch Forellen und Lachse, diese Fische, die nur in gesunden Gewässern leben können, sind wieder im Rhein zu finden. Ein wenig stutzig macht die Anwesenheit der Piranhas – ob man es noch wagen kann, die Füße im Wasser baumeln zu lassen? Und auch die Schnappschildkröten sollen ja recht ungemütliche Gesellen sein, wie der Name schon vermuten lässt……

Unbehelligt von Piranhas, Schnappschildkröten oder sonstigem Getier warten wir geduldig auf ein Schiff der “Weißen Flotte”, das uns über Rodenkirchen zurück zum Dom bringen soll.



Ein Schiff wird kommen,
und es bringt mir den einen, den ich so lieb’ wie keinen,
und der mich glücklich macht…
Nach mehr lautstarker als melodischer
Darbietung dieses altbekannten Schlagers
kommt prompt unser Schiff in Sicht.


Die Sonne strahlt weiterhin vom Himmel, während wir in ungefähr einstündiger Fahrt zurück zum Zentrum schippern. In der Ferne grüßt der Kölner Dom, am Ufer liegen Menschen in der Sonne, sogar einige Kanufahrer sind unterwegs. Wir genießen die gemächliche “Mini-Schiffsreise” und lassen einfach die Seele baumeln.

Der Kölner Dom ist eine römisch-katholische Kirche in Köln unter dem Patrozinium des Apostels Petrus. Die Kathedrale des Erzbistums Köln war bis Ende 2009 auch Pfarrkirche der Domgemeinde;
Adresse: Domkloster 4, 50667 Köln
Architektonische Höhe: 157 m
Baubeginn: 15. August 1248
Eröffnet: 1322
Baustil: Gotik





Der Weg von der Anlegestelle zurück zum Dom ist ein wenig beschwerlich; viele Baustellen, viel Straßenverkehr, aber wir kommen alle gemeinsam gesund und munter auf der Domplatte an. Wir besichtigen den Dom, dieses beeindruckende Wahrzeichen der Stadt Köln. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer zünden eine Kerze an, bevor wir uns im Café Reinhard treffen, das direkt dem Dom gegenüber liegt. Dort stärken wir uns mit Kaffee, Kuchen und kleinen Gerichten, bevor es mit dem diesmal angenehm temperierten Regio-Express zurück nach Dortmund geht.


Schön war’s mit Ihnen!
Ihre Susanne Lategahn

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